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Mut zur Wahrheit. Die Nacht vom Freitag, 11ten zum 12ten September 2009 We Are Change | 9/11 ist eine Luege. Zurich |
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| | SCROLL | > Nach den Video's folgt ein Erlebnisbericht, Fotografien, die Liste der Aktionsorte und ein kleines Episoedchen mit dem Schaffhauserbock... < | SCROLL | Youtube-Kanal: bravoanders Kreide-Aktion Zurich, Teil 1 Youtube-Kanal: bravoanders Kreide-Aktion Zurich, Teil 2 Youtube-Kanal: infowarior1 Kreide-Aktion Zurich - Fotografien folgen nach dem Text - Von Diro Anders Es war eine laengere Anreise nach Zuerich. Alice und ich haben unseren Freunden von We Are Change Switzerland versprochen, dass wir mit Kreide und Kamera vor Ort sein werden. Ob muede oder nicht, wir waren unterwegs und sprachen ein letztes Mal unsere bevorstehenden Arbeiten an. Wir trafen uns mit X und Y schon etwas vorher. Auf einer Bank (eine zum sitzen) assen wir eine Kleinigkeit von unserem Mitgebrachten und brachten den einen und anderen letzten Hinweisflyer fuer die Nachtaktion an Frau und Mann. Es war vielleicht um die zehn Uhr abends, als direkt an unserer Bank vorbei ein erster Mann von zivilen Polizisten abgefuehrt wurde. Ein paar Meter weiter befindet sich das Urania, Sitz der polizeilichen Gewalt, das den Eingefangenen samt 'Begleitung' gleich verschluckte. Es vergingen keine fuenf Minuten, da fuehrten drei weitere Zivilfahnder - davon eine Frau, die aeusserst heftig koerperliche repression anwandte - einen weiteren gefangenen Mann in Handschellen und Ihm die Augen zuhaltend an Uns vorbei. Die Szenerie: VOLL KRASS. Dabei hatten wir vor Kurzem noch festgestellt, dass Zuerich doch auch mit positiven Schwingungen beglueckt ist. Vieles davon hatte sich dann doch im verlauf zweier Stunden etwas relativiert: Das Laecheln und die scheinbar friedliche Energie entpuppten sich des Oefteren als Apathie, Nichtwissenwollen, Gleichgueltigkeit, narzistische Uebersteigerungen, desgleichen in paralisierten Abhaengigkeiten, ja sogar als aggressive Boshaftigkeiten undsoweiter... Und dennoch spuerten wir Alle so etwas wie eine tiefdurchflutende Energie, die zweifellos liebend, friedlich, zuwendend Kraft spendete, fuer Das was da kommen mochte. Eine Stunde zu frueh - (Der schaendliche Unterste-Schublade-NZZ-Artikel hat Einiges durcheinandergebracht... Hier besagter Schmiertext: http://www.nzz.ch/nachrichten/panorama/911_verschwoerungstheoretiker_zuerich_1.3535587.html) - sind wir am Treffpunkt. Nach ein paar Minuten schon das erste herzliche Hallo. Die ersten sollten schon mal mit dem Paradeplatz beginnen, ihre Botschaften auf den Asphalt zu schreiben. Zwischenbemerkung: Eine Neuheit war offensichtlich der Einsatz von Sprueh-Kreide auch fuer die oertliche Polizei. Sowas hatten sie noch nicht gesehen und wollten natuerlich einen Test. Z musste also einen Fleck auf den Boden sprueh'n und ein Polizist leerte etwas Wasser aus seiner aus dem Dienstwagen eilig geholten Wasserflasche, darauf. Mit dem Stiefel hin und her reibend gab er ganz schnell 'Entwarnung'. Allerdings wurden dann doch noch Personalien aufgenommen, einfach so zur Sicherheit, 'fall's noch 'was' waere' kam als polizeiliche Antwort. Ansonsten, und das sei hier GANZ LAUT ERWAEHNT, waren alle Polizistinnen und Polizisten, denen wir in dieser Nacht begegnen durften wirklich ganz OK und teilweise sogar liebenswuerdig nett. Es gab durchaus auch eine eher groessere Zahl der Ordnungshuetenden, die mir oder auch anderen so oder so zu verstehen gaben, dass sie diese Aktion ganz in Ordnung faenden. Einer sagte zu mir: 'Irgendetwas stimmt da wirklich nicht. Ich glaube ihr habt da schon recht. Ich find' das gut, was ihr da macht.' Noch vor Mitternacht war der Paradeplatz mit Symbolen, Zitaten, Spruechen und Texten bunt bedeckt. Dann noch ein paar 'Notizen' entlang der Bahnhofstrasse und weiter zum Opernhaus, und NZZ und Bellevue. Beim Letzteren dann konnte es ein angetrunkener unreifer Hitzkopf nicht lassen mich in voll angeranntem Tempo von Hinten umzuwerfen. Meine Sinne sind beisammen, ich nahm ihn bereits einige Meter vor dem Zusammenprall war und war gefasst und ruhig, jedoch unfaehig aufgrund meiner Kauerhaltung beim Auf-Den-Boden-Schreiben zur Seite zu wollen. Nach A... bis hin zur nachgeleierten Nicht- und 'Besser'wisserprangerhaltung 'Du wuerdest gescheierter mal richtig Arbeiten...' putzte ich dem Idioten mal etwas verbal die Kappe und verbruederte mich inzwischen mit all' seinen Kumpels, die es 'Voll Gut' fanden, was hier da machten. Die Hirnlosen und Hirnabgestellten unter den Besoffenen waren zu dieser Stunde doch etwas arg zahlreich. Eine ganz krasse Nummer zeigte eine gut deutsch sprechende slawische Frau, die es interessanter und aufregender fand, ein Foto ihrer Diamantenuhr machen zu lassen als sich von dieser (Zitat) 'Scheisse' beruehren zu lassen. Etwas weiter vorn, am Limmatquai in etwa beim Rathaus, [eingekreist von den Zunfthaeusern und vom 'Lindenhof'] geschah Eigenartiges. Gut. Da fuhren unendlich viele Taxi's an uns vorbei. Viele winken, gratulierten uns, nahmen das We-Are-Change-Flugblatt mit und schrieben sogar, wie einer fuer seine tuerkischen Landsleute es aus Dankbarkeit fuer unsere Aufklaerungsarbeit getan hat, selbst mit der Kreide auf die Strasse. Vom Central her schien sich das Ende der Kreide-Botschaften anzubahnen. Das staedtische Tiefbauamt schickte bereits ein Wasser-Buersten-Fahrzeug zur Strassenreinigung. Mit einer kurzen Deutung in gebuehrendem Abstand durch Mit-Ausgebreiteten-Armen-kurz-sperrend-in-der-Strasse-stehn wollte ich dem Fahrer die Bedeutung dieser Aktion unterstreichend naeherbrngen. Oh Wunder, er umfuhr mit verstaendnisvollem Laecheln im Slalom schadlos die Botschaften. DANKE BRUDER! - Weiter gings, Bushaltestelle fuer Bushaltestelle weiter in Richtung Central. Das sollte unser letzter grosser Kreideakt der Nacht werden. Es war in der Zwischenzeit auch schon fast hell. Das Central wurde wie die anderen Plaetze zum Kunstwerk. Muede, abgekaempft und knie- und rueckengeschaedigt bettelten die, die noch etwas zusammen wollten Bitte-Kaffee, Bitte-Fruchtsaft. Der Rest haengte sich umarmend um die Schultern der Andern und zog getaner Arbeit zum heimischen Matratzenlager. Wir zwei jedenfalls wussten, dass wir eh noch im Bioladen was einkaufen mussten und schlossen uns der Kaffee-Saft-Gruppe an, die kurz darauf in der Hauptbahnhofshalle die Stuehle eines Aussencafe's infolge Platzmangel von anderen Tischen an die eigenen stellte. Die Zeiger naeherten sich der Morgen-7. Nachdem fast alle das Weite zur Flucht ins Bett suchten, entschlossen wir und noch zwei uns, auch der redaktion und dem Verlag des Tages Anzeigers einen kreidigen Besuchs abzustatten. Nach den ersten geschrieben Saetzen folgte eine koestliche Episode mit dem ehrenwerten Portier des Medienhauses. Dieser erschien mit Gieskanne 'bewaffnet' bekrawattet, stolz und aufrecht aus dem Eingang marschiert und goss sein wasser, als ob er Plaenzchen giesse, ueber die Buchstaben. Auf meine Frage, ob er einen Auftrag zur Beseitigung der Informationen bekommen habe, antwortete er mir lakonisch: 'Haben Sie einen Auftrag das alles Hinzuschreiben?'. Meine Antwort dazu war klar: 'Ja, das habe ich. Es ist mein eigener Auftrag, den ich mir selbst gestellt habe. Und zu dieser Aktion aufgerufen hat die Bewegung We-Are-Change-Switzerland.'. Er verschwand murrend mit seiner halbgeleerten Kanne zu seinem Empfangstisch und die Tuer schloss sich hinter ihm. - Nun ja - Wir wollten noch kurz zum Paradeplatz um ein paar Bilder des Morgens zu machen. Dort angekommen, war noch der ganze Platz voll mit praktisch allen Botschaften die in der Nacht geschrieben wurden. Nun ja, nicht ganz ueberall war der Paradeplatz noch kreide-intakt. Bei der Credit Suisse wurde bereits grossflaechig der ganze Platz mit Wasser gereinigt. Das war uns dann doch 'Des-Guten-Zuviel', zumal auch noch ein Reinigungsfahrzeug auf den Platz fuhr, dessen Fahrer mir versicherte, dass er Order von seinem Chef (Tiefbauamt) habe, den Platz von der Kreide zu 'reinigen'. Neben den ueblichen dummen Spruechen der Nicht- und Besserwisser gab es durchaus einige die sogar dem Fahrer des Reinigungsfahrzeugs zuriefen, er solle seine Arbeit sinnvoller tun und lieber die Kotze und Hundkacke von den Strassen fegen. Das was er hier sehe, sei alles andere als Dreck. Ja das motivierte natuerlich. Vor allem, um nicht aufzugeben, nochmals hinzustehen und der Credit Suisse den Senf nochmals unter die Nase zu 'kreidern'. Ja!!! Auch auf diesem, dem herzlosesesten aler Plaetze, gabs durchaus herzlichen Applaus. DAS MOTIVIERT! [[[ Nach rund 20 Stunden Asphalt; mit Tasche, Rucksack, Kamera und Kreide dauernd Rauf und Runter gings dann doch arg in Beine und Ruecken. Am Sonntag, am Tag des Altstaettner Earth Run's - an dem wir gerne mitgemacht haetten, war an physische Fortbewegung praktisch nicht zu denken. Jeder Schritt, ja sogar das Aufsteh'n vom Bett war Qual pur. Oh ja, liebe Freundinnen und Freunde; WIR HABEN ALLE couragiert, mutig und wahr VIEL geleistet an diesen Aktionen. IHR SEID GROSSARTIG! D A N K E ! ]]] ES WAR [an der] WUNDERBAR. Hier einige Fotografien (Im Video hat's noch mehr!) aus Zuerich:
Kreide Aktion Kreide-Aktion DIE LISTE WIRD NACHGEFUEHRT! Links bitte an an bravoanders@gmail.com mailen. Danke. Fuer Diejenigen, die noch immer nicht wissen (wollen?),
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